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Altpapierrecycling

In Deutschland werden pro Jahr rund 21 Mio. Tonnen Papier, Karton und Pappe verbraucht. Rund 15,5 Mio. Tonnen Altpapier werden davon über Entsorgungsunternehmen und Altpapierhandel wieder erfasst. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 75%. Altpapier ist damit der mengenmäßig wichtigste Rohstoff für die Papierindustrie und kein Abfall. Wird es verunreinigt, kann man kein neues Papier mehr daraus herstellen. Altpapier darf nicht zusammen mit anderen Abfällen gesammelt werden. Rund 20% der produzierten Papiere stehen nicht für das Recycling zur Verfügung. Sie werden für technische Anwendungszwecke genutzt oder sind als gebrauchte Hygienepapiere für die erneute Nutzung unbrauchbar.

Von den 15,5 Mio. Tonnen erfassten Altpapiers setzt die Papierindustrie rund 15,8 Mio. Tonnen zur Herstellung neuen Papiers ein. (Import: 3,5 Mio. Tonnen, Export: 3,0 Mio. Tonnen) Dies entspricht einer Einsatzquote (Verhältnis von Altpapiereinsatz zur Papiererzeugung) von 68%. Die Möglichkeit, noch mehr Altpapier einzusetzen, ist bei den bestehenden Anlagen und den auf ihnen produzierten Papieren weitgehend ausgereizt. Um Altpapier für die Herstellung von neuem Papier einsetzen zu können, sind allerdings verschiedene Aufbereitungsverfahren nötig, wie zum Beispiel Deinking. Darunter versteht man ein Verfahren zur Entfernung der Druckfarben vom Altpapier. Dies ist notwendig, um daraus neues, helles Druckpapier herstellen zu können. Bei der aufwändigen Aufbereitung von Altpapier gehen zwangsläufig Fasern verloren. Außerdem büßen sie an Qualität ein. Um den Papierkreislauf aufrechterhalten zu können, müssen jedoch immer wieder Frischfasern zugeführt werden. Altpapier wird in fast allen Bereichen der Papierherstellung eingesetzt. Größenteils bei Verpackungen aus Karton oder Wellpappe, Zeitungsdruckpapier und Hygienepapieren. 83 Prozent des eingesetzten Altpapiers gehen in die Produktion dieser Sorten.

Als Recyclingpapier dürfen in Deutschland lediglich graphische Papiere bezeichnet werden, die zu 100% aus Altpapier hergestellt werden, wie zum Beispiel alle in Deutschland produzierten Zeitungsdruckpapiere. Pro Kopf-Verbrauch von Papier, Karton und Pappe liegt pro Jahr in Deutschland bei rund 250 Kilogramm. Der Papierkonsum spiegelt auch unseren Wohlstand wider. Wir lesen Zeitungen und Zeitschriften, wir verlassen uns auf eine ausgeklügelte Logistik beim Transport unser Lebensmittel und wir benötigen Papier für unsere tägliche Hygiene. Im Gegensatz zu anderen Materialien wird Papier aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz und dem Sekundärrohstoff Altpapier hergestellt. Wie bei jeder Form der Produktion verbraucht auch die Papierherstellung Ressourcen. Durch Wiederverwertung der bereits einmal aufbereiteten Rohstoffe wird jedoch der Verbrauch an Energie, Holzfasern sowie der Aufwand zur Abwasseraufbereitung insgesamt verringert. Einige Papierhersteller dokumentieren dies durch Verwendung des blauen Engels, der als Gütesiegel die besondere Umweltfreundlichkeit eines Produktes belegt.

Insgesamt gibt es rund 3000 verschiedene Papiersorten. An sie werden die unterschiedlichsten Anforderungen gestellt. Für manche Papiere ist eine besondere Reißfestigkeit oder Bedruckbarkeit notwendig. Dies ist nur mit Frischfasern machbar. Auch für viele Spezialpapiere, wie zum Beispiel Medikamentenverpackungen und Fotopapiere, ist die Herstellung aus Frischfasern unumgänglich.

Altpapier-Standardsorten:

Gruppe 2: Mittlere Sorten

  • Zeitungen
  • Weiße Späne aus Druckereien
  • Bunte Akten
 

Gruppe 4: Krafthaltige Sorten

  • Gebrauchtes Kraftpapier
  • Wellpappe